1 September 2021

Nie wieder vom Pferd fallen!

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Darf man das überhaupt sagen? "Nie wieder vom Pferd fallen"?

Jein sage ich mal 😉 Nie wieder vom Pferd zu fallen, das wird sicherlich niemandem gelingen, egal wie gut man reitet irgendwann kommt eine Situation in der man doch im Sand sitzt und wenn es ein Stolpern beim Trockenreiten ist... (das ist mir mal passiert, da lagen wir beide dann, das Pferd und ich, ist zum Glück nichts passiert)


Man kann es aber so unwahrscheinlich wie möglich machen - und so ganz nebenbei das Unfallrisiko im Umgang mit dem Pferd und beim Reiten extrem minimieren. 

In diesem Artikel schreibe ich über mentale und körperliche Gründe die zu extremen Reaktionen des Pferdes und dann zum Sturz des Reiters führen.


Zu diesem Artikel liefere ich dir außerdem mein eBook:
"Pre Flight Check für sicheres Reiten"

In meinem "Pre Flight Check" erfährst du auf was du achten kannst, bevor du auf dein Pferd steigst. Die Checkliste ist aktive Unfallverhütung, deckt Lücken in der Ausbildung auf und gibt eine Übersicht sinnvoller Vorbereitungen am Boden.


Ja! Bitte schicke mir mein kostenloses eBook 
"Pre Flight Check für sicheres Reiten"

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Der Sturz oder die brenzlige Situation

Ich denke jeder hat schon einmal so eine Szene gesehen. Das scheinbar gelassene und ruhige Pferd schießt los, buckelt wie verrückt und der Reiter fliegt runter. So ein Erlebnis ist nicht nur nicht schön, es hinterlässt oft Verletzungen, Angst, Hilflosigkeit und Unverständnis - und das auf beiden Seiten!
Nach einem Sturz steht dann oft die Frage nach dem Grund im Raum, Angst und Unsicherheit machen sich breit, besonders wenn der Sturz gesundheitliche Folgen hinterlassen hat. Brenzlige Situationen wie Buckeln, Steigen oder Durchgehen können auch ohne einen Sturz diese negativen Gefühle hinterlassen. Das eigentliche Problem ist dabei meist weniger der Sturz selbst, sondern vielmehr der Verlust der Kontrolle und das Erlebnis einer Situation die Angst auslöst und die schlimm ausging oder hätte ausgehen können.
Unser Gehirn speichert negative Situationen besonders stark ab, da es uns vor Schaden bewahren möchte. Somit warnt es uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir uns in die Situation begeben. Das hat den Vorteil, dass wir besonders vorsichtig und aufmerksam sind, aber auch den Nachteil, dass uns die Angst im Nacken sitzt!

Angstreiter und Panikpferde

Den Begriff "Angstreiter" finde ich dabei ebenso verfehlt wie den Begriff der "Panikpferde" oder "Problempferde". Jemand der Angst hat (ein bestimmtes Pferd) zu reiten hat in der Regel einen guten Grund dafür! Ich gehe mit solchen Menschen gerne das Erlebnis einmal durch, das zu der Angst geführt hat. Meistens ist den Menschen klar, was zu dem Vorfall geführt hat und sie können es sich Verstandsmäßig gut erklären, trotzdem bleibt das negative Bauchgefühl.
Ähnlich ist es mit den "Panik- oder Problempferden" irgendwie weiß man schon, wieso sie so reagieren, nur eine Lösung zu finden ist schwierig und genau darum geht es in diesem Artikel.

Das Mindset

Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns einmal bewußt machen, was es für ein Pferd bedeutet geritten zu werden und wieso es für Pferde eine große Überwindung ist alle Hilfen auszuhalten, denen wir es ihnen aussetzen.

Jedes Aufsitzen ist ein riesiger Vertrauensbeweis! Besonders die ersten Male (bei Korrekturpferden auch nach einer längeren reitfreien Zeit) sind ein Meilenstein für das das Vertrauen von Pferd und Mensch. Vielleicht ist es sogar der größte Vertrauensbeweis, den ein Pferd uns geben kann! Pferde sind Fluchttiere und reagieren daher sehr sensibel auf alles, was „sie angreift“. Raubtiere springen oft auf den Rücken ihrer Beute und die negative Reaktion auf „das Raubtier auf dem Rücken“ ist im Instinkt der Pferde verankert.
Dazu kommen dann noch Schenkel, Sporen, Gerte, Zügel, Gebiss - eine Menge Einwirkungen, mit denen ein junges oder wenig ausgebildetes Pferd schnell überfordert ist und behutsam lernen muss umzugehen. Gerade der Zügel begrenzt die Sicht des Pferdes, da sie ihren Kopf nicht mehr überall hin bewegen können und begrenzt die Möglichkeit Kopf und Hals als Balancierstange zu nutzen. Dann kommen teilweise noch widersprüchliche Hilfen, indem der Schenkel/Gerte/Sporen kommen, obwohl vorn gezogen wird. Das Pferd fühlt sich in den Momenten schnell Hilflos und weiß sich manchmal keinen anderen Ausweg als sich zu wehren.
Wir sollten uns also dessen genau bewusst sein, wie wir dem Pferd die verschiedenen Hilfen, Zäume und Hilfsmittel erklären, damit es im weiteren Verlauf der Ausbildung nicht zu Missverständnissen kommt. Das Pferd sollte vorsichtig an alle Hilfen gewöhnt werden, meine Taktik: Immer nur eine Hilfe zur Zeit am Pferd!

Mit diesem Mindset und Überlegungen gehe ich nun auf verschiedene Aspekte ein, die zu übermäßigen Reaktionen beim Pferd führen können. Außerdem schaue ich auf die Themen die uns beschäftigen wenn wir gerade einen Sturz hinter uns haben der uns nicht aus dem Kopf geht.

Körperliche Gründe

Der "einfachste" Grund können Schmerzen und Verspannungen sein. Ein Pferde, das schon beim Putzen den Rücken wegzieht, auf das Satteln negativ mit schnappen, nach dem Gurt treten o.ä. reagiert sollte besser nicht gesattelt werden. Statt dessen macht es Sinn den Sattel zu überprüfen und einen Osteopathen hinzu zu ziehen um den Verspannungen und Schmerzen auf den Grund zu gehen. Außerdem ist es entscheidend, dass das Pferd über eine gut trainierte, entspannte Rücken-, Hals-, Hinterhand- und Bauchmuskulatur verfügt. Diese Muskeln spielen zusammen und erlauben es dem Pferd uns zu tragen. Muskelaufbau und Gymnastizierung gehen Hand in Hand, beides kann ganz gezielt am Boden erfolgen um erst einmal den Körper zu entlasten und dem Pferd die Möglichkeit zu geben sich ohne Reitergewicht zu erholen.


Schmerzen und Verspannungen

Der "einfachste" Grund können Schmerzen und Verspannungen sein. Ein Pferde, das schon beim Putzen den Rücken wegzieht, auf das Satteln negativ mit schnappen, nach dem Gurt treten o.ä. reagiert sollte besser nicht gesattelt werden. Statt dessen macht es Sinn den Sattel zu überprüfen und einen Osteopathen hinzu zu ziehen um den Verspannungen und Schmerzen auf den Grund zu gehen. Außerdem ist es entscheidend, dass das Pferd über eine gut trainierte, entspannte Rücken-, Hals-, Hinterhand- und Bauchmuskulatur verfügt. Diese Muskeln spielen zusammen und erlauben es dem Pferd uns zu tragen. Muskelaufbau und Gymnastizierung gehen Hand in Hand, beides kann ganz gezielt am Boden erfolgen um erst einmal den Körper zu entlasten und dem Pferd die Möglichkeit zu geben sich ohne Reitergewicht zu erholen.


Der Muskelaufbau

Damit uns ein Pferd tragen kann muss es eine gute Muskulatur haben. Insbesondere Oberhals, Rücken, Bauch und die Hinterhand sind entscheidend. Die Pferde benötigen einiges an Kraft um einen Menschen zu tragen. Damit sofort zu Beginn der Ausbildung / der Korrektur alles gut funktioniert sollte die Muskulatur schon gut ausgebildet sein. Falls sie das nicht ist kann der Muskelaufbau ganz gezielt vom Boden aus erfolgen, bevor das Pferd das erste Mal geritten wird. Später kann man sehr gut parallel zum Reiten Seitengänge und Mobilitätsübungen fest im Trainingsplan verankern um dem Pferd zu zeigen, wie es sich selbst - und auch uns - besser tragen kann. Einmal gut trainiert beginnt das Pferd damit die neuen Bewegungsmuster auch in seiner Freizeit zu nutzen - und trainiert so jeden Tag die erwünschten Muskelgruppen.


Das Equipment, insbesondere der Sattel

Ein passender Sattel und ein sinnvolles, bequemes Kopfstück das den Anforderungen der Reitweise und dem Ausbildungsstand des Pferdes Rechnung trägt ist das Herzstück des Reitens. Es spielt meiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle ob mit oder ohne Gebiss geritten wird. Ich persönlich favorisiere eine gebisslose Zäumung und zwar so lange bis ich wirklich mit feinen Hilfen die Basisarbeit absolvieren kann. Kopfstücke mit Hebelwirkung kommen erst dann zum Einsatz, wenn das Pferd wirklich sicher an allen anderen Hilfen steht und der Zügel nicht mehr zum Lenken, Bremsen oder zur Kontrolle benötigt wird.


Viel wichtiger ist für mich, dass der Sattel Pferd und Reiter gleichermaßen passt. Er sollte die Entwicklung des Pferdes fördern, statt hemmen. Ich hatte vorher schon beschrieben, dass gute Rückenmuskulatur am Einfachsten am Boden erarbeitet werden kann. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten Sattler dazu neigen den "IST" Zustand des Pferdes zu zementieren, statt gezielt Platz für Entwicklung zu lassen. Das führt zu Sätteln, die wie festgeklebt liegen. Als Reiter hat man das Gefühl, dass der Sattel sicher liegt und die Bewegungen der Schulter werden nur minimal übertragen. Lässt der Sattel aber Platz für Entwicklung und ist großzügig (aber nicht zu groß...) geschnitten werden viel mehr Bewegungen des Pferdes spürbar. Viele Reiter empfinden das als schwammiges Reitgefühl und die Sättel werden dann teilweise reklamiert. So kommt es zu dem Phänomen der Sattlerei den "IST" Zustand zu satteln.


Die Dressur, Vielseitigkeit und Springsättel haben heutzutage eine minimale Auflagefläche. Was dabei das Problem ist habe ich in einem anderen Artikel schon beschrieben, mit einer Zeichnung, die das Problem noch verdeutlicht: https://bluesky-horsemanship.de/deine-checkliste-fuer-losgelassenheit/#tve-jump-179bc58a212

Um es hier kurz zu sagen, diese Art der Sättel müssen 100% passen um keinen Schaden zu verursachen. Sie haben einen enormen Druck pro Quadratzentimeter und somit muss der Druck besonders bei diesen Sätteln wunderbar verteilt sein, weil ansonsten punktuell massive Druckzustände entstehen. Bei Westernsätteln, Wanderreitsätteln, usw. sind grundsätzlich die gleichen Punkte zu beachten, nur verteilt sich bei diesen "Arbeitssätteln" oder "Langstreckensätteln" der Druck ganz anders durch eine viel größere Auflagefläche, somit verzeihen sie erst einmal mehr. Passen müssen sie allerdings ebenso und auch hier sind regelmäßige Kontrollen nötig, einmal im Halbjahr sollte es schon sein. Zuletzt kommen noch die baumlosen Sättel, die ihre ganz eigenen Herausforderungen haben, die ich persönlich jedoch bevorzuge, da sie sich einfach perfekt anpassen und jede Bewegung von Pferd und Reiter mitgehen. Gute baumlose Sättel verteilen den Druck des Reitergewichts auch ein wenig, wichtiger ist aber, dass es mit ihnen zu keinen schmerzhaften Druckspitzen kommt, da sie sich Pferd und Reiter flexibel anpassen. Ich gehe hierbei von guten, wertigen baumlosen Sätteln aus, die mit Wirbelsäulenfreiheit und einem durchdachten Polsterungskonzept daherkommen, Fellsättel oder Bareback Pads zählen ebenso wenig dazu, wie alte und viel benutzte Sättel, deren Polster schon komprimiert und daher wirkungslos ist. Ich persönliche finde die Konzepte von Barefoot und Freeform beispielsweise prima.  


Konkrete Tipps, wie ihr euren Sattel überprüfen könnt:

Macht Fotos

Ihr könnt ganz einfach den Zustand eures Vierbeiners kontrollieren, indem ihr einmal im Quartal gezielt Fotos eures Pferde macht.

  • von vorn
  • von beiden Seiten
  • von hinten und
  • von schräg oben um die Sattellage zu dokumentieren
  • Wenn ihr eine komplette Dokumentation haben möchtet können auch die Hufe abfotografiert werden. Von vorn, seitlich und unten.

Fotos helfen gegen "Betriebsblindheit" und sich einschleichende Veränderungen zu erkennen.


Streicht die Sattellage vor und nach dem Reiten ab

Streicht die Sattellage eures Pferdes ab, achtet vor dem Reitern vor allem auf den Muskeltonus und die Festigkeit. Stellen die wie Pudding sind und andere die dagegen straff und fest wirken können auf ungünstige Druckverhältnisse hindeuten. Achtet auch auf den Trapezmuskel, der Bereich des hinteren Trapezmuskels zwischen Widerrist, Rippen und Schulter sollte gut aufgefüllt sein. Er sollte harmonisch in den Rücken übergehen und es sollte hinter der Schulter keine Kuhle sein. Der Rücken insgesamt sollte vom Widerrist bis zur Lendenwirbelsäule schön gleichmäßig bemuskelt sein. Die Wirbelsäule darf nicht hervorstechen und ist eingebettet in zwei starke Muskelstränge. Der Übergang von der Wirbelsäule bis zum Rippenkasten ist gleichmäßig ohne Dellen, Beulen oder hervorstehende Knochen.
Nach dem Reiten tastet die Sattellage erneut ab. Ihr bekommt sofort heraus, wenn die Schabracke nicht gut lag oder gar eine Welle geschlagen hat, aber auch wo der Sattel vermehrt Druck ausübt. Wenn ihr nach dem Reiten "Kanten" oder "Dellen" im Pferd habt macht es Sinn den Sattel überprüfen zu lassen.

Das könnt ihr auch selbst mit dem Carola Pad.
Zur Anleitung hier entlang: https://www.anke-recktenwald.de/products/sattelcheck/


Vergleicht die Pferderücken

Schaut euch, wann immer ihr die Gelegenheit habt andere Pferderücken ähnlicher Rassen an. Nicht nur im "wahren Leben" sondern durchaus auch auf Videos. Solltet ihr die Gelegenheit haben den einen oder anderen Pferderücken einmal abtasten zu können, macht auch das. Seid einfach neugierig und bildet euch so nebenbei weiter. Je mehr Rücken ihr gesehen oder sogar gefühlt habt desto eher erkennt ihr an eurem Pferd Probleme und zwar bevor sie wirklich schlimm werden. 


Empfindlichkeiten im Rücken, Unwilligkeiten beim Satteln

Gehören aus meiner Sicht abgeklärt und sind nicht selten durch schlecht passende Sättel oder Reitpads verursacht, selbst wenn man nur selten reitet.

Die Reitweise

Es gibt für mich gutes Reiten und schlechtes Reiten - und das ist unabhängig von der Reitweise. Für mich ist wichtig, dass es das Pferd fördert, mit leisen Hilfen auskommt - und somit mit dem Verständnis des Pferdes, statt mit Zwang arbeitet. Es sollte Pausen beinhalten, in denen sich das Pferd zwischen intensiven Übungen immer wieder entspannen kann. Außerdem sollte es gezielt Gymnastizieren, Muskeln aufbauen, die Hinterhandaktivität fördern und auf eine Kopf-Hals Position achten, die dem Ausbildungs- und Trainingszustand des Pferdes entspricht. Wo geübt wird ist dabei nicht wichtig, nur ohne gezieltes Training fällt es dem Pferd schwer uns zu tragen und es wird auf Dauer Probleme bekommen.
Als besonders wichtig empfinde ich auch das Thema "Wo gehört der Kopf des Pferdes hin?" Für mich ist wichtig, dass das Pferd bei losem Zügel immer wieder in die Dehnung geht. Das heißt Genick auf Höhe des Widerrist, in konzentrierten Phasen darf das Pferd den Kopf in einer von ihm gewählten Höhe tragen mit dem Genick als höchsten Punkt und der Nase vor der Senkrechten. Wichtig ist, dass es nicht mit Zügelkraft dort oben gehalten wird, sondern sich die Position selbst suchen darf. Nur dann handelt es sich um eine reale Aufrichtung. Anfangs kann ein Pferd diese Position nicht lange halten, denn es ist intensives Muskeltraining.

Die Dauer des Reitens

Pferde sind von Natur aus nicht dafür geschaffen uns zu tragen. Deshalb trainere ich Jung- und Korrekturpferde gezielt dahin uns überhaupt tragen zu können und beginnend mit 5 Minuten weite ich die Reitdauer Stück für Stück aus. Hals-, Rücken-, Hinterhand- und Bauchmuskulatur müssen gut ausgebildet und trainiert sein um uns gut tragen zu können. Parallel arbeite ich an Bodenarbeitslektionen und Handarbeit, um das Pferd zu mobilisieren, die Muskulatur zu stärken, die Lastaufnahme der Hinterhand und die Kondition zu verbessern.

Ich reite außerdem immer mit einem bestimmten Ziel und selten "einfach so drauf los". Die Trainingseinheit dauert dann so lange bis ich entweder einen Schritt näher an meinem Ziel bin, oder feststelle, dass mir noch etwas fehlt und ich an der Basis etwas verbessert habe, das mit später hilft die komplexere Übung zu reiten. Ausritte sind bei mir auch immer Übungsritte, bei denen ich die zeitliche Begrenzung auch beachte. Ich sitze dann ab, entlaste den Rücken eine Weile und sitze dann ggf. wieder auf. Während des Rittes mache ich gerne einige Übungen aus der Dressur, ob es nun Schenkelweichen oder Traversale von links nach rechts sind, Volten und Zirkel vergrößern und verkleinern auf einem freien Feld, Schritt-Trab / Trab-Galopp Übergänge auf einem Feldweg, irgend etwas gibt es immer zu tun!

Mentale Gründe und Lücken in der Ausbildung

Dieser Punkt betrifft Pferd und Reiter gleichermaßen. Ich habe mentale Gründe und Lücken in der Ausbildung in einen Punkt zusammengefasst, da viele mentale Gründe auf der ungenügenden Ausbildung von Pferd und/oder Reiter basieren. Diese beiden Punkte ergänzen einander und je besser die Ausbildung und die Rittigkeit des Pferdes und das Reitvermögen, Feeling und Timing des Reiters wird desto weniger Schwierigkeiten entstehen.

Ich gebe es immer wieder gerne zu: Auf 80% aller Pferde, die regelmäßig geritten werden würde ich mich nicht draufsetzen.

Für Viele ist das ein No-Go: Jemand der andere unterrichtet sollte doch in der Lage sein die allermeisten Pferde auch dann zu sitzen, wenn sie mal Blödsinn machen. Das mag sein, aber ich finde es dem Pferd und meiner Familie gegenüber nicht fair. Meiner Familie gegenüber, weil sie darunter leiden würde, wenn ich mich (schwer) bei einem unnötigen Unfall verletzen würde. Das leuchtet denke ich jedem ein. Und dem Pferd gegenüber ist es nicht fair, dass ich mich darauf setze obwohl es körperlich oder psychisch noch nicht dazu in der Lage ist. Bei dem einen Pferd dauert es 10 Minuten und bei dem anderen 2 Jahre bevor ich aufsitze. Bei mir landen oft die Pferde, die mit den Menschen bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht haben und gerade bei diesen Pferden braucht es eine Menge Einfühlungsvermögen, Geduld und gute Horsemanship Arbeit bis sie wirklich bereit dafür sind geritten zu werden. Ähnlich ist es auch mit Jungpferden für die es ein riesiger Vertrauensbeweis ist uns aufsitzen zu lassen. Deshalb sollte die vorhergehende Ausbildung das Selbstbewußtsein stärken, die Muskulatur und Koordination verbessern und ein gutes Vertrauens- und Respektsverhältnis zwischen Mensch und Pferd aufbauen.

Im folgenden möchte ich ein paar Punkte erläutern, die dafür sorgen, dass das Reiten im Desaster und oft mit dem Reiter auf der Erde endet:

Der Reiter und wieso ein Leihpferd manchmal eine tolle Idee ist

Jeder Reiter hat ein bestimmtes Reitvermögen, Feeling und Timing. Daher ist es sehr unterschiedlich, wie Situationen wahrgenommen und bewertet werden. Der eine ist mega ausbalanciert und verbringt täglich 3 Stunden auf dem Pferde, der andere reitet nur 1 Stunde in der Woche, klar wer wahrscheinlich viele Kapriolen sitzen kann, so "Otto-Normal" schon 10 Mal im Sand gesessen hätte. Dem Reiter geht es daher manchmal wie seinem Pferd - auch ein Reiter kann Unsicherheit, Überforderung und bei Überschreitung der Toleranzgrenze auch Angst und Panik empfinden. Daher macht es eigentlich Sinn einen sicheren Reiter auf ein unsicheres Pferd zu setzen und einen unsicheren Reiter auf ein erfahrenes, sicheres Pferd.

Die Realität sieht leider oft anders aus und ein Reiter, der wenig Erfahrung hat holt sich ein unsicheres, junges Pferd. Die Kombination kann mit passender Betreuung funktionieren, aber manchmal macht es Sinn den Reiter körperlich fit zu machen und das Reitvermögen weiter zu fördern bevor er sich auf sein Jungpferd oder Korrekturpferd setzt. Aus dem Grund empfehle ich parallel zur Ausbildung des eigenen Pferdes sein eigenes Reitvermögen und Wissen rund um Pferdepsychologie, Verhalten und körperliche Entwicklung zu verbessern.

Um beim Reiten zu bleiben wäre es optimal folgende Punkte zu verbessern:

  • Zügelunabhängiger Sitz, also Reiten in allen Gangarten inkl. enger Wendungen und Handwechsel mit durchhängenden Zügeln und so wenig Zügeleinsatz wie irgend möglich. Dazu nimmt man die Zügel so kurz, dass das Pferd nicht in sie hineintreten kann, aber ausreichend lang damit kein Kontakt zum Pferdekopf vorhanden ist. Möchte man einwirken, dann nimmt man in dem Moment Kontakt mit dem jeweiligen Zügel auf.
  • Trab und Galopp über ein Cavaletti ist kein Problem,
  • Leichttraben, Aussitzen und leichter Sitz funktioniert ausbalanciert ohne dem Pferd in den Rücken zu fallen.
  • Schritt-Trab und Trab-Galopp Übergänge können problemlos gesessen werden.
  • Der Notstopp ist die einzige Art und Weise anzuhalten.
  • Das Ziehen an beiden Zügeln ist komplett aus dem Kopf verschwunden.

Diese Basics helfen sehr, wenn das eigene Pferd doch einmal einen Satz macht oder losrennt. Der Reiter kann so mit einem ganz anderen Selbstbewußtsein aufsitzen.

Unsicherheit

Bei Pferd und Reiter hat Unsicherheit bei so sensiblen Übungen wie Aufsitzen oder Reiten, insbesondere in den ersten Wochen unter dem Sattel nichts zu suchen! Bitte steigt nicht auf, wenn euer Pferd euch nicht lässt und steigt ebenfalls nicht auf, wenn ihr ein schlechtes Bauchgefühl habt.

Ein Pferd das nicht an der Aufsitzhilfe stehen bleibt um uns willig aufsitzen zu lassen sagt uns ganz deutlich: "Bitte lass das, ich fühle mich damit nicht wohl!" Die Gründe können vielfältig sein, Lücken in der Ausbildung, ein Sattel der drückt, das Gebiss oder der Zaum stört, das Training unter- oder überfordert, es fühlt sich in der Umgebung nicht sicher, das Vertrauensverhältnis passt noch nicht, der Respekt fehlt. Die Unsicherheit und fehlendes Vertrauen ist bei Jung- und Korrekturpferden der häufigste Grund aus dem ein Pferd sich weigert uns entspannt aufsitzen zu lassen, meist in Kombination mit einem der anderen Punkte.

Ich gehe dann oftmals einen Schritt zurück und prüfe die einzelnen Ausbildungsschritte, insbesondere die Desensibilisierung, den Respekt, das Vertrauen und die Gelassenheit bei der Bodenarbeit. Dabei reite ich das Pferd quasi neu ein. Ich durchlaufe also die Kernpunkte des Ausbildungsplans noch einmal ganz von vorn, prüfe auf Lücken, schließe sie und gehe erst dann wieder an die Aufsitzhilfe. Das hört sich Langwierig an, ist es aber tatsächlich nicht. Manchmal dauert es nur wenige Minuten um Ruhe in die Situation zu bringen, das bestimmt allerdings das Pferd! Selbstverständlich gibt es auch Kandidaten, die länger brauchen, besonders wenn sie vorher kein Horsemanship kannten und sie aus einer Konstellation kommen, die ihre Unsicherheit oder anderes Fehlverhalten gefördert haben.


Traut euch also einen Schritt zurück zu gehen, gerade bei den ersten Malen Aufsitzen und den ersten Schritten unter dem Reiter. Lasst die Leute reden, die meinen, dass ihr schon lange draufsitzen müsstet und hört auf euer Bauchgefühl. Habt Mut für euer Pferd einzustehen und das selbst dann, wenn euch ein Trainer sagt, dass es funktionieren würde. Das ist eines der ersten Sachen, die ich meinen Schülern sage: "Wenn du bei irgend einer Übung ein schlechtes Gefühl hast oder etwas nicht möchtest, dann sag das und wir arbeiten einen Plan aus, wie wir doch ans Ziel kommen!"

Dein Bauchgefühl entscheidet über Erfolg oder Mißerfolg, denn es ist eine selbst erfüllende Prophezeiung! Dein Pferd weiß genau, wenn dein Herz schneller schlägt oder du beginnst zu schwitzen und nimmt die Nervosität auf, wenn du nervös und unsicher bist dann reagierst du auch ganz anders. Dann wird das Pferdetraining zum Lottospiel, wenn man sich aber jeden kleinen Schritt selbst erarbeitet und sein Pferd vom Boden her super kennt dann weiß man, ob man seinem Pferd die geplante Übung zutrauen kann oder nicht. Selbst wenn es noch etwas dauert mit dem Aufsitzen und Losreiten - macht euch einen Plan, bei dem das Aufsitzen einfach irgendwann der nächste logische Schritt ist und bei dem ihr in anderen Bereichen gemeinsame Erfolge feiern könnt.

Ein Wort noch zu denjenigen, die (Leichtsinnigerweise) ohne Helm, Sattel und Kopfstück auf ihr bisher ungerittenes Jungpferd von der Heuraufe aus einfach so aufgestiegen sind - einfach weil ihr Bauch "Ja" gesagt hat und das Pferd besonders vertrauensvoll und lieb war: Es ist mega Leichtsinnig, ich kann es wirklich niemandem empfehlen das so zu tun, weil ziemlich viel schiefgehen könnte, man kein Netz und doppelten Boden hat und es zu heftigen Verletzungen kommen kann (besonders ohne Helm...) - ABER ich könnte mir vorstellen, dass es mir irgendwann mit einem Pferd auch einmal so gehen könnte. Alle Vorbereitungen sind durch, 1.000 Mal drübergelegt, ein Moment der Zweisamkeit und des Vertrauens und dann macht man es doch - und es bleibt der schönste Moment für die nächsten Jahre  (Allerdings kann man diesen Moment auch mit Helm, auf dem Reitplatz mit einem Kopfstück haben & das würde ich eher empfehlen)

Überforderung

Es ist sehr leicht ein Pferd das noch jung, schlecht ausgebildet ist oder bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat zu überfordern. Deshalb bin ich manchmal auch skeptisch, ob es eine gute Idee ist ein junges Pferd oder ein Korrekturpferd in 3 Monaten anzureiten. Ich kenne Trainer, die das sehr vorsichtig machen und das richtige Gespür fürs Pferd haben. Dort geht es sehr Pferdegerecht zu und sie nehmen Rücksicht aufs Pferd, schaffen es aber meist dennoch das Trainingsziel in der vorgegebenen Zeit zu erreichen. Es gibt aber auch die Pferde, die mental einfach noch nicht so weit sind - und das liegt nicht nur am Alter! Für sie funktioniert diese stringente Ausbildung einfach nicht in der vorgegebenen Zeit und sie reagieren gestresst, fühlen sich überfordert und beginnen irgendwann sich zu wehren. Ein guter Trainer geht damit transparent um und redet mit dem Kunden um eine gemeinsame Lösung zu finden. Es gibt aber auch diejenigen, die sich die vermeintliche Blöße nicht geben wollen und dennoch versuchen das Trainingsziel in der vorgegebenen Zeit zu erreichen.

Manche von diesen Pferden landen dann bei Trainern wie mir... und diese Pferde wieder ins Vertrauen zu bekommen dauert sehr lange. Vertrauen und eine entspannte Arbeitsatmosphäre ist aber die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Daher werbe ich für eine Ausbildung, die den Pferden Zeit lässt sich über einen längeren Zeitraum zu entwickeln.

Ebenso gibt es Pferde, die eher introvertiert sind. Sie fressen alles in sich hinein, wirken ruhig und gelassen, bis ... ja bis... es dann DOCH zu viel wird und der letzte Tropfen kommt, der das Faß dann zum Überlaufen bringt. Für viele kommt diese Explosion der aufgestauten (Frust)-Energie völlig überraschend. Diese Pferde werden oft (unwissentlich) völlig überfordert bis es eben zur (scheinbar) überraschenden Explosion kommt, sie werden dann als "bekloppt", "gefährlich" oder "unzurechnungsfähig" abgestempelt, enden als Wanderpokal und bereiten sich und ihren Menschen leider viel Kummer. Bei diesen Pferden ist besonderes Fingerspitzengefühl und ein gutes Auge fürs Pferd gefragt um zu erkennen, ob sie wirklich gelassen sind, oder ob sie gerade die Zähne zusammenbeißen und "aushalten". Mit Geduld, der Arbeit an Vertrauen, Gelassenheit und Respekt beginnen auch die introvertierten Pferde nach Jahren des "nicht verstanden werdens" wieder damit mit uns zu reden, ab dem Zeitpunkt melden auch sie sich frühzeitig(er) wenn etwas nicht stimmt und die eigentliche Arbeit kann beginnen.

Zuletzt wären da noch die "Workaholics" unter den Pferden. Mega motiviert, unglaublich Spaß bei der Arbeit, für ihr Alter/ ihren Ausbildungsstand schon gut koordiniert wollen sie einfach gefallen und machen alles mit. Bei diesen Pferden neigt man dazu Ausbildungsschritte zu überspringen und Teile des Gelassenheitstrainings wegzulassen. Sie werden aufgrund ihrer Arbeitsmoral zudem oft zu früh zu stark belastet, das schleicht sich sehr schnell ein, denn wenn man Spaß bei der Arbeit mit einem Pferd hat dann neigt man dazu ein wenig länger als geplant zu arbeiten. Im "Flow" vergeht die Zeit im Fluge, das kennt wohl jeder. Irgendwann verkehrt es sich dann leider doch ins Gegenteil, wenn man nicht sehr genau aufpasst! Wir erwarten gewohnheitsmäßig sehr viel von diesem Pferd, es ist aber nicht mehr bereit so viel zu geben. Das ist dann unsere Chance auf ein Review und unsere Erwartungen dem Alter / Ausbildungsstand wieder anzupassen und einige Basics "abzustauben", die womöglich fehlen und dem Pferd ein weniger anspruchsvolles, dafür aber abwechslungsreicheres Training zu gönnen.

Ihr seht Überforderung hat viele Gesichter, deshalb stimme ich Pat Parelli voll und ganz zu: "Take the time it takes, so it takes less time"

Frei übersetzt: "Nimm dir die Zeit, die es braucht, dann benötigst du weniger Zeit."

Unwillen

Unwillen oder wenn der Respekt fehlt. Pferde hier in Deutschland sind oft (zu) Menschenbezogen, kennen es nicht Abstand zu halten und werden teils richtig übergriffig. Schubsen den Menschen mit der Schulter aus dem Weg, drängeln, knabbern und beißen, durchsuchen alle Taschen nach Leckerlie. Das ist Vor- und Nachteil zu gleich. Diese Pferde haben Vertrauen in die Menschen, wir werden als harmlos wahrgenommen und die Pferde nehmen sich so durch fehlenden Respekt Dinge heraus, die durchaus gefährlich werden können. Das größte Problem dabei sind Situationen, denen das Pferd nicht gewachsen ist oder Dinge auf die das Pferd keine Lust hat. In den Momenten übernimmt das Pferd - und das geht dann oft nicht gut aus. Das Pferd gerät in Panik oder versucht sich unserem Einfluss zu entziehen ohne unseren Raum zu respektieren. Umrennen, losreißen, buckeln, steigen - alles Übersprungshandlungen, die in einem Desaster enden können. Deshalb finde ich es im Umgang mit Pferden sehr wichtig als ruhiger, zuverlässiger aber konsequenter Partner fürs Pferd da zu sein. Das bedeutet auch, dass ich in Situationen Gehorsam und Fleiß einfordere in denen ich weiß, dass das Pferd die Übung kennt, es körperlich in der Lage ist es auszuführen und lediglich nicht will.

Selbstverständlich gehört auch Selbstkritik und Selbstbeobachtung dazu. Außerdem ein Gefühl dafür, wann es zu viel wird und man die Motivation des Pferdes verliert. Durch ein konsequentes, gezieltes, faires und mit viel Lob versehenes Training gehört der Unwillen zum Glück schnell der Vergangenheit an und die Zusammenarbeit beginnt. Das gilt nebenbei auch für zickige, diskussionsfreudige Stuten 😉

Angst & Panik

Pferde sind Fluchttiere und neigen daher schnell dazu in Angst und Panik zu verfallen, wenn sie sich erschrecken. Oftmals löst das Erschrecken eine Kaskade an Ereignissen aus, die dann am Ende zum Sturz des Reiters führen. Jedes Pferd kann sich einmal erschrecken, wie die Situation dann ausgeht liegt an der Vorbereitung, der Toleranzgrenze (ist der nächste Stichpunkt ), am Equipment und an der Reaktion des Reiters. 

Nehmen wir einmal als Beispiel ein Pferd, das in der Halle geritten wird, sich erschreckt weil die Hofkatze ausgerechnet in der Gruselecke in die Bahn springt und einen Satz nach vorn macht.

Gutes Ende: Das Pferd hat bereits eine gute Gelassenheits- und Grundausbildung, findet die Halle "OK" und ist aufgrund der Haltung mit viel Freilauf grundsätzlich entspannt. Der Reiter kann den Satz sitzen, reagiert indem er kurz die Beine zu macht und nach dem Satz sofort wieder loslässt und da die Zügel gerade sowieso locker sind bekommt das Pferd am Kopf / im Maul kein Signal. Das Pferd dreht sich dann instinktmäßig um, sieht die Katze und entspannt sich wieder.

Schlechtes Ende: Es reicht oft, wenn eine Voraussetzung des "guten Endes" nicht erfüllt ist um so eine Situation eskalieren zu lassen. Durch die gute Ausbildung verkürzt sich die Fluchtdistanz. Daher macht das Pferd oben nur einen Satz und rennt nicht kopflos durch die Halle. Wenn es die Halle noch nicht kennt oder "schlimm" findet verlängert sich durch die Grundanspannung ebenfalls die Fluchtdistanz. Gerade im Winter sind die meisten Pferde wegen des geringeren Freilaufs und des kälteren Wetters eher "on", so dass mehr Energie und Anspannung da ist, also wieder größere Fluchtdistanz. Den wahren Unterschied macht dann beim schlechten Ende aber der Reiter und seine Reaktion. Kennt er und das Pferd den Notstopp, sitzt er Zügelunabhängig und einigermaßen ausbalanciert auf dem Pferd dann geht die Situation trotzdem gut aus, das Pferd reagiert dann auf den Notstopp hält an und der Reiter kann dann entscheiden, ob er absteigt oder weiter reitet. So eine Situation geht meistens schlecht aus, wenn der Reiter sich mit den Beinen und Knien ans Pferd klammer, dem Pferd in den Rücken fällt, an beiden Zügeln zieht und dadurch versehentlich Schmerzreize setzt, die die Situation noch zusätzlich befeuern und dann komplett eskalieren lässt. Das Pferd versucht dann seine Haut zu retten und reagiert komplett instinktgesteuert und kopflos. Damit ist es eine Gefahr für sich selbst, für uns und alle anderen Personen in der Bahn.

In meinem "Pre Flight Check" gehe ich im Detail darauf ein an welchen Punkten der Ausbildung ich arbeite und die mir wichtig sind damit mein Pferd auch in solchen Paniksituationen immer entspannter reagiert.

Die Toleranzgrenze

Gelassenheit und Entspannung kann man lernen und sie sollte immer weiter ausgebaut werden. Pferde die bisher nur wenig erlebt haben sind mit sehr vielen Situationen überfordert. Ich empfehle daher regelmäßig gezieltes Gelassenheitstraining, Gewöhnung an Umweltreize (Weidetiere, Fahrzeuge, Häuser und Gärten aus denen Geräusche kommen, Wind, Passanten, Hunde, usw.) und Energiemanagement. Das heißt ich darf mein Pferd auch nach viel Energie fragen, ohne dass es überreagiert. Außerdem darf ich Übungen "höher-schneller-weiter" machen ohne eine negative Reaktion zu bekommen. Unser Job ist es unser Pferd durch gezieltes anspruchsvolles Training entspannter, gelassener und selbstsicherer zu machen. Das setzt die Toleranzgrenze höher und wir können immer mehr unternehmen in der Gewissheit, dass unser Pferd positiv reagieren wird.

Meistens ist es eine Kombination
aus verschiedenen Punkten

Wir haben nun eine lange Liste an Punkten durchgesprochen. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus mehreren Ursachen, die zu negativen Reiterlebnissen führt. Damit nichts übersehen wird empfehle ich jedem meiner Kunden die "Pre Flight Checkliste" ganz genau durchzugehen.

Wie mein "Pre Flight Check" die Sicherheit erhöht

In meinem "Pre Flight Check" erfährst du auf was du achten kannst, bevor du auf dein Pferd steigst. Die Checkliste ist aktive Unfallverhütung, deckt Lücken in der Ausbildung auf und gibt eine Übersicht sinnvoller Vorbereitungen am Boden. Klicke auf den Button um dein kostenloses eBook anzufordern.


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